Beiträge getagged mit Moralisierung der Märkte
Essay zur Moralisierung der Märkte
Verfasst von Dorian Cantzen unter Wissenschaftliches am 13. November 2008

Wie und wann kommt es zur Werteorientierung von Märkten und welche Implikationen ergeben sich dadurch für globale und lokale Märkte?
In diesem Essay werden innerhalb eines Beispiels zwei Strukturbedingungen vorgestellt, unter denen Moralvorstellungen in den Markt integriert werden können. Zum einen ist es die Freiheit der Person als Abwesenheit von Zwang und zum anderen der Wettbewerb zwischen mindestens zwei Marktanbietern, die jeweils ein ähnliches Produkt zum gleichen Preis anbieten. Das Ergebnis wird zeigen, dass lokale Märkte aufgrund ihrer Struktur werteorientierter sind als globale Märkte.
Bildquelle http://twoday.net
Die Moralisierung der Märkte [PDF]
Veranstaltungstipp: 5. Bayreuther Dialoge 2008
Verfasst von Thomas Hajduk unter europäische Verbraucherpolitik am 30. September 2008
“Die Moralisierung der Märkte: Neue ohnMacht des Konsumenten” – so lautet das Thema der 5. Bayreuther Dialoge. Studenten des Studiengangs “Philosophy & Economics” der Uni Bayreuth veranstalten das Symposium am 24. und 25. Oktober. Ihr Ziel: Eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, Wissenschaft und Wirtschaft kurzzuschließen. Ihr Mittel: Referenten, die was zu sagen haben, z.B. Rainer Brüderle (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP), Bodo Hombach (Geschäftsführer WAZ-Mediengruppe) oder Dr. Michael Kern (CEO von A.T.U.). Die Teilnahme kostet je nach Status 200 € (Unternehmen), 120 € (Privatpersonen) oder 40 € (Studenten).
p.s.: politischer-konsum.de wird mit dabei sein und von der Veranstaltung berichten. Vielleicht sieht man sich ja?
Kommentar zu politischem Konsum als „linke“ gesellschaftliche Ordnungsvorstellung
Verfasst von Dorian Cantzen unter europäische Verbraucherpolitik, Konsumethik, Wissenschaftliches am 22. August 2008
Was „Linke“ jetzt erkennen und einige „Liberale“ längst herbeigesehnt haben, scheint sich allmählich, aber mit einiger Gewissheit durchzusetzen: der Nationalstaat wird bedeutungsloser, das Schicksal der Bürger, seiner einstigen Zöglinge, kann nicht mehr von Vater Staat in die „richtigen“ Bahnen gelenkt werden. Der Markt dagegen avanciert mit einer eben solchen Gewissheit zum einzigen Regulativ der Gesellschaft, emanzipiert die Bürger vom Staat.
Aus der „linken“ Ecke kommen schon die ängstlichen Rufe: „Wer sichert nun Menschenrechte, sorgt sich um Umwelt und Gesundheit, wer behält das rechte Augenmaß, wer kümmert sich um gewinngierige Klassenfeinde?“ Auch einige „Liberale“ wollen den Staat, der sich um den Markt kümmert, wollen die Auswüchse eines „rücksichtslosen Gewinnstrebens“ nicht verantworten müssen.
Was sich als Ergebnis des Konsums spontan entwickelte, wird jetzt sichtbar. Und das ist gut so.