Archiv für Kategorie europäische Verbraucherpolitik
Intel – ein gütiger Monopolist?
Verfasst von Thomas Hajduk unter Allgemein, Europäische Verbraucherpolitik, europäische Verbraucherpolitik, Organisationen, Politik am 22. Mai 2009
Letzte Woche verhängte die EU-Kommission die bisher höchste Kartellstrafe gegen ein Unternehmen: 1,06 Milliarden Euro soll der Chiphersteller Intel wegen Missbrauch seiner Marktmacht an die EU zahlen. Und noch ehe der nächste Akt – Intel kündigt Berufung an – geschrieben wird, fragen manche, was das Unternehmen eigentlich falsch gemacht habe: Vom Chip-Monopol hätten doch alle Verbraucher profitiert…
Veranstaltungstipp: 5. Bayreuther Dialoge 2008
Verfasst von Thomas Hajduk unter europäische Verbraucherpolitik am 30. September 2008
“Die Moralisierung der Märkte: Neue ohnMacht des Konsumenten” – so lautet das Thema der 5. Bayreuther Dialoge. Studenten des Studiengangs “Philosophy & Economics” der Uni Bayreuth veranstalten das Symposium am 24. und 25. Oktober. Ihr Ziel: Eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, Wissenschaft und Wirtschaft kurzzuschließen. Ihr Mittel: Referenten, die was zu sagen haben, z.B. Rainer Brüderle (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP), Bodo Hombach (Geschäftsführer WAZ-Mediengruppe) oder Dr. Michael Kern (CEO von A.T.U.). Die Teilnahme kostet je nach Status 200 € (Unternehmen), 120 € (Privatpersonen) oder 40 € (Studenten).
p.s.: politischer-konsum.de wird mit dabei sein und von der Veranstaltung berichten. Vielleicht sieht man sich ja?
DIE WELT: Bewusste Konsum-Entscheidungen oft mit unbedachten nachteiligen Folgewirkungen
Verfasst von Sascha Walther unter europäische Verbraucherpolitik, Konsumethik, Verbraucherpolitik am 3. September 2008
Die Welt konstatiert jüngst, dass
die Auswahl eines Getränks, eines Autos oder einer Ferienreise für immer mehr Menschen zur politischen Entscheidung geworden [ist]
und findet, dass
Konsumbewusstsein ist so identitätsstiftend geworden wie früher weltanschauliche oder religiöse Überzeugungen. Bücher, Zeitschriften, Websites und soziale Netzwerke widmen sich der Frage, darf man dieses oder jenes mit gutem Gewissen kaufen, oder unterstützt man dadurch möglicherweise Umweltverschmutzung, Ausbeutung, Tierquälerei oder Klimaerwärmung. Der Graben zwischen engagierten Konsumenten und solchen, die einfach zugreifen, wenn etwas billig ist und gefällt, geht durch die Familien und Freundeskreise und führt zu heftigen Debatten am Frühstückstisch und am kalten Büfett.
Ebenso geht Michael Miersch in seinem Artikel darauf ein, wie kompliziert Konsum-Entscheidungen sein können. Besonders der kritische Konsument muss oft um zwei Ecken denken, Zum Rest des Beitrags »
Kommentar zu politischem Konsum als „linke“ gesellschaftliche Ordnungsvorstellung
Verfasst von Dorian Cantzen unter europäische Verbraucherpolitik, Konsumethik, Wissenschaftliches am 22. August 2008
Was „Linke“ jetzt erkennen und einige „Liberale“ längst herbeigesehnt haben, scheint sich allmählich, aber mit einiger Gewissheit durchzusetzen: der Nationalstaat wird bedeutungsloser, das Schicksal der Bürger, seiner einstigen Zöglinge, kann nicht mehr von Vater Staat in die „richtigen“ Bahnen gelenkt werden. Der Markt dagegen avanciert mit einer eben solchen Gewissheit zum einzigen Regulativ der Gesellschaft, emanzipiert die Bürger vom Staat.
Aus der „linken“ Ecke kommen schon die ängstlichen Rufe: „Wer sichert nun Menschenrechte, sorgt sich um Umwelt und Gesundheit, wer behält das rechte Augenmaß, wer kümmert sich um gewinngierige Klassenfeinde?“ Auch einige „Liberale“ wollen den Staat, der sich um den Markt kümmert, wollen die Auswüchse eines „rücksichtslosen Gewinnstrebens“ nicht verantworten müssen.
Was sich als Ergebnis des Konsums spontan entwickelte, wird jetzt sichtbar. Und das ist gut so.
Lebendiges Frischgemüse beim Discounter
Verfasst von Sascha Walther unter Amüsantes, europäische Verbraucherpolitik, Produktleben am 11. August 2008
Kaufe ich etwas im Supermarkt, so erwarte ich doch Frische und Qualität. Auch zum Beispiel Aldi preist das in seinen Prinzipien an. Beim letzten Broccoli-Kauf für die selbstgebackene Pizza bei einem Discounter dann die ekelhafte Überraschung: Madenverseuchung. Sofortige Rückgabe des zerschnittenen Broccoli bei der angeekelt guckenden Filialmitarbeiterin, die sich in Verständnis übte. Zum Rest des Beitrags »
EU will einschlafenden Rauchern das Leben retten
Verfasst von Dorian Cantzen unter Aus dem Alltag gegriffen, europäische Verbraucherpolitik am 6. August 2008
Mit der EU-Gurkenverordnung will die Europäische Union das Meisterstück Brüsseler Regulierungswut gerade abschaffen, da wird gleich nachgelegt: die rechtsverbindliche Normung von “feuersicheren Zigaretten“. Die Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva will damit europaweit etwa 2000 Menschen vor dem Verbrennungstod bewahren, die während ihrer Abendzigarette eingenickt wären. Das Material der Zigarette soll so verändert werden, dass nach kurzer Zeit die Zigarette von selbst ausgeht. Zum Rest des Beitrags »
Sonnenmilch und Mutter Europa
Verfasst von Thomas Hajduk unter Amüsantes, Aus dem Alltag gegriffen, europäische Verbraucherpolitik, Konsumethik am 17. Juli 2008
Sonnenblocker sind demnächst illegal! Die Brüssler Kommissare finden die Bezeichnung für Sonnencremes irreführend und arbeiten an einer neuen Kennzeichnungspflicht.
Die Europäische Kommission führt diesen Sommer eine Kennzeichnungspflicht für Sonnencremes ein. Demnach dürfen die Hersteller von Sonnenschutzprodukten künftig Zum Rest des Beitrags »
Denkfaule atmen auf: Endpreise bei Flugtickets verbindlich
Verfasst von Thomas Hajduk unter Aus dem Alltag gegriffen, europäische Verbraucherpolitik am 12. Juli 2008
Die Europäische Union hat am vergangenen Mittwoch ein Gesetz beschlossen, das europäische Fluggesellschaften zwingt, künftig den vollen Preis von Flugtickets anzugeben.
Bisher haben vor allem Billigfluggesellschaften mit sehr niedrigen Preisen geworben, dabei aber Zusatzkosten verschwiegen. Das sind teils obligatorische Zuschläge wie die sehr hohen Steuern und Flughafengebühren, aber auch optionale Kosten wie Versicherungen und Gepäckgebühren. Mit dem neuen Gesetz möchte die EU Verbraucher vor Lockangeboten schützen, denn rund ein Drittel aller Angebote verschweige die Zusatzkosten und zeige sie erst bei der abschließenden Rechnung an. Zum Rest des Beitrags »