Es ist wieder so weit. Die Experten der europäischen Kommission reden den Klimahysterikern das Wort. Glühbirnen sollen bis 2012 verboten werden. Das wird ohne kräftigen Druck auf EU-Parlament und Ministerrat durch sich nicht bevormunden lassende Bürger wohl kaum zu vermeiden sein. So soll der Beschluss schon im März 2009 von der EU-Kommission beschlossen werden. Der Beschluss sieht vor, dass ab dem 1.September 2009 keine 100 Watt Lampen mehr verkauft werden dürfen. Sind Sie dagegen? Dann schreiben Sie doch mal der EU Kommission!
Das würde Haushalten, argumentieren die Ökodesign-Regelungsauschuss-Experten, bis zu 50 Euro im Jahr einsparen und dazu eine große Menge des Killergases CO². Dabei stimmt das so auch nicht, wie ein cleverer Technik-Blogger herausfand.
Umweltminister Sigmar Gabriel freut sich schon mal: “Mit diesem Beschluss setzen wir auch gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Signal für die Verwendung effizienter Produkte. Das schont gleichzeitig den eigenen Geldbeutel.“, sagt Sigmar.
Nun ja, Herr Gabriel: ein Signal sieht anders aus. Signale erlauben die Freheit, andere Produkte zu kaufen. Das, was Sie beführworten, ist Zwang.
Das kalte Licht der Energiesparlampen möchte ich mir nicht antun und rufe zum Protest und zum Horten von 100 Watt Glühbirnen auf! Verbraucherinnen und Verbraucher alle europäischen Länder vereinigt Euch zur Rettung der Glühbirne und gegen europäische Regelungswut! Sonst wird demnächst auch das Kochen auf Herdplatten verboten, weil Mikrowellen weniger Strom verbrauchen.
#1 von Peter am 16. Dezember 2008 - 21:33
Wirklich eine bekloppte Entscheidung und Bevormundung der Bürger. Ich würde das mal fast als blinden Aktionismus bezeichnen – vielleicht um davon abzulenken, dass in anderen Bereichen des Umweltschutzes (die, die die Industrie betreffen) gerne Rückzieher gemacht werden, siehe Autoindustrie etc.
Nebenbei: wer braucht aber 100 Watt Birnen?!?
#2 von Roger Beathacker am 24. Dezember 2008 - 00:35
Natuerlich ist das verbot ein Witz. Ein ziemlich schlechter obendrein. Der Anteil des Stromverbrauchs fuer Leuchtmittel liegt in privaten Haushalten – soweit mir bekannt – bei etwa 1,7% [!]. Ich habe nicht mal generell was gegen Energiesparlampen und finde auch nicht, dass sie “kalt” leuchten – jedenfalls nicht alle. Aber ueberall moechte ich die Dinger auch nicht reinschrauben.
Davon abgeshen habe ich keine Oekobilanz finden koennen, die wirklich alle Merkmale voll beruecksichtigt haette.In Wirklichkeit spielt das Woertchen “Oeko” bei der ganzen Angelegenheit aber eine voellig untergeordnete Rolle. Die Hersteller haben eh keinen Bock mehr billige Gluehlampen zu produzieren und wuerden lieber ihre Mini-Leuchtstoffroehren verticken, Deswegen gibts von deren Seite schon mal keinen Protest; ganz im Gegenteil.
So belebt man das Geschaeft und kann sich nebenbei auch noch einen Umweltorden um den Hals haengen. Alles bestens.
DAs Bevormundungsargument teile ich uebrigens nicht. Man muss nicht alles kaufen muessen – und man muss auch nicht alles herstellen wollen. Und mit Sicherheit gibt es eine Menge Dinge die mancher gerne kaufen wuerde, wenn sie denn produziert wuerden. Damit meine ich Produkte die hergestellt werden koennten und duerften an deren Herstellung die Industrie aber kein Interesse hat. So gesehen laeuft die “Bevormundung” ohnehin stets verdeckt mit.
#3 von Techniker am 20. März 2009 - 16:13
Es ist schon unglaublich, mit welch diktatorischer Haltung ein Unsinn durchgesetzt wird ! Statt die Isolierung von Altbauten zu fördern, damit Arbeitsplätze zu schaffen und tatsächlich einen gewaltigen CO2-Einspaarungseffekt zu realisieren, wird auf geheiß der Lampenindustrie gehandelt, freilich ohne nennenswerten ökologischen oder ökonomischen Positiveffekt. Die Ökobilanz der ESL im Vergleich zur Glühbirne scheint jedenfalls kein Argument für die ESL zu sein, höchstwahrscheinlich trifft eher eine schlechtere Umweltbilanz bei der ESL zu. Rigoroser Stellenabbau und Arbeitslosigkeit in dieser Branche sind außerdem die Folge, da einerseits die vor dem “Aus” der Glühlampen gehortete Menge für die meisten Haushalte noch jahrzehntelang hält, die Nachfrage nach ESL daher nicht sehr steigen wird und andererseits durch die längere Lebensdauer der ESL weniger in der selben Zeit produziert werden muss. Gewinner sind ein paar Konzernchefs und vermutlich einige EU-Politiker, Verlierer die gekündigten Mitarbeiter und der gesamte Rest der Bevölkerung !
#4 von Chris am 28. März 2009 - 20:46
Ich kann dem ganzen nur beipflichten. Die Hersteller der ESL sind ident mit jenen der Glühlampe. Als ich gestern, Freitag bei IKEA war, wurde mir erklärt, vielleicht würden gar keine Glühlampen mehr nachgeliefert werden; dieses Produkt sei zur Zeit sehr begehrt (wem wunderts?).
Ich möchte allen empfehlen, sich noch mit Glühlampen einzudecken; und nicht nur mit den 08/15-Modellen, sondern auch mit Kugellampen um Euro 2,50 und dergleichen. Beim hohen Stromverbraucht ist ein wenig mehr Großzügigkeit bei der Anschaffung selbst durchaus angebracht. Vor allem wenn es diese wunderbaren Produkte bald nicht mehr gibt!
siehe auch:
http://christianmittermayr.com/prj_gdnk/prj_gdnk_01.htm
Grüße aus Österreich!
#5 von Mario am 13. Mai 2009 - 02:15
Macht euch mal locher hier. Die Glühlampe wandelt nur 5% der zugeführten Energie in Licht um. Sie hat ihre beste Zeit gehabt. Wenn im Gegenzug der Regelung die Energiesparlampen vom Preis her angepasst werden, ist das eine gute Sache. Dadurch wird auch die Verbesserung der Energiesparlampen gefördert. In Zukunft wird es auch möglich sein, die Lichtfarbtemperatur den eigenen Wünschen anzupassen (Hochleistungs-LED-Technik). Die Entwicklung steht zwar noch am Anfang. Es ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. In Kombi mit anderen Energiesparkonzepten kommt auch einiges zusammen.
#6 von Wilfried am 19. Juni 2009 - 17:00
Es mag sein, dass Glühlampen ineffizient sind.
Es wird aber gern verdrängt, dass Energiesparlampen voller Schadstoffe stecken, die irgendwann auch wieder entsorgt werden müssen.
Das Ansinnen, dass die Verbraucher diese per Schadstoffmüll entsorgen werden, was eine sachgerechte Entsorgung bedeuten würde, halte ich für eine Illusion.
Der Grossteil der ausgedienten Lampen wird im normalen Hausmüll landen und die Umwelt unkontrolliert belasten.
Dieses Glühlampenverkaufsverbot ist genausolch ein hanebüchener Unsinn wie die ROHS Richtlinie oder die CE-Kennzeichnung. Vordergründig werden ehrenhafte Absichten angeführt, tatsächlich stecken da knallharte wirtschaftliche Beweggründe und ausufernde Bürokratie hinter.
Es wird langsam Zeit, dass der Regulierungswut der nicht einmal demokratisch durch den Wähler legitimierten EU-Kommission ein für allemal Einhalt geboten wird.
Dieser Verein praktiziert Bürokratiemonster und unsinnigste Richtlinien am laufenden Band.
Das gehört beendet, damit sich endlich mal wieder der gesunde Menschenverstand durchsetzen kann und die wirklichen Probleme angegangen werden können.
Es wundert mich nicht, dass viele Menschen EU-verdrossen sind. Dabei ist die EU-Idee eigentlich gar nicht schlecht, bietet sie doch auch viele Vorteile.
Es ist nur mangelhaft bis ungenügend umgesetzt.
#7 von Anddreas am 30. August 2009 - 00:44
Hallo…
Alle Reden sie vom Sparen…
Das Problem daran ist nur, je mehr wir Sparen desto höher gehen die Preise…
Egal ob Benzin, Öl, Strom, Gas oder sonnst was…
Wir Müssen IMMER Blechen!!!!
Den verbot der Glühbirnen ist in meinen Augen nichts weiter als Schwachsinn aus Brüssel….