Archiv für August, 2008

The Politics of Shopping

In “The Checkout“, einem Consumer-Blog der Washington Post, berichtete jüngst Ylan Mui über “The Politics of Shopping” in den USA. Darin geht es um politischen Konsum aus einer anderen Perspektive. Laut einer Studie lässt sich am Kreditkartenauszug ablesen, welchen US-Präsidentschaftskandidaten man präferiert. Wer bei Starbucks Kaffee trinkt, der wählt eher Obama, wer für seinen Morgen-Kaffee bei McDonalds vorfährt, der ist McCain-Anhänger. In den USA wird die Wahl also nicht mehr an der Wahlurne, sondern im Coffee-Shop entschieden. Mal sehen, ob sich die Wahlkampfaktivitäten der Lager vor den Kaffeehäusern konzentrieren. Denn da scheinen sich ja die Wähler, bei denen noch Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, zu tummeln…

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XXL-Essen? – Bitte Mitdenken beim Mampfen!

Mega-Burger, XXL-Hot-Dogs oder Power-Schnitzel – die Deutschen haben einen neuen Trend für sich entdeckt: XXL-Restaurants – Garant für ein dickeres Deutschland. Und die Medien machen fleißig mit: kein Tag vergeht ohne Doku, in der gezeigt wird, wer in welcher Ecke Deutschlands einen noch dickeren Burger brät. Die Lust am Essen im Wohlstandsland Deutschland wird zelebriert – ob das alles noch vernünftig ist, daran denkt wohl niemand mehr. Es geht um Fun, Fresssucht und Ess-Competitions im XXL-Format:

Einfach unglaublich, was da auf dem Teller serviert wird. So mancher Gast muss sich erst einmal die Augen reiben und Zum Rest des Beitrags »

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Spiegel der Satire – heute: Datendiebstahl

Im Spiegel der Satire muss auch der politische Konsument über sich selbst lachen. In der taz hält Mark-Stefan Tietze, sonst Titanic-Redakteur, den willigen Opfern der ominösen “Datenmafia” (WirtschaftsWoche) diesen Spiegel vor.

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LOHAS – Sind Ego-Ökos “die” Marktmacht des politischen Konsums?

Quelle: http://www.sounds-like-me.com/mobile_channel/2008/05/

LOHA” steht für den “Lifestyle of Health and Sustainability”, ein in den letzten Jahren boomendes Marktsegment, dessen Forderung die “Umkehr der Lebensweise nach Selbstkenntnis, nach Stressfreiheit und Entschleunigung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Beständigkeit” ist (Quelle). Der Lebensstil fordert “zum ethischen Hedonismus und zum lustvollen, strategischen Konsum guter LOHAS Produkte” auf (Quelle). “LOHAS” sind also auch eine Gruppe politischer Konsumenten, deren oberstes Kriterium bei der Produktauswahl  Gesundheit und Nachhaltigkeit ist. Sie folgen einem vernetzten, globalen Trend, mit dem sie durch bewussten Konsum und Verzicht Druck auf die Industrie ausüben wollen.

Vor allem sind LOHAS aber eines: überdurchschnittlich gut verdienende Menschen, die es sich leisten können, 50 % Aufpreis für ein Produkt mit Öko-Siegel zu zahlen. Wer Geld hat, der kauft auch gerne hochwertiger, aber denkt er dabei auch automatisch an Nachhaltigkeit? Zum Rest des Beitrags »

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Entlassen wegen 1,30 Euro – Gewerkschaften schweigen

Wo ist der politische Konsum zuhause? Sicherlich nicht bei Gewerkschaften, wie ein Urteil des Berliner Arbeitsgerichts zeigt.

Am Donnerstagmorgen wies es die Klage einer ehemaligen Kaiser’s-Angestellten gegen ihre Kündigung ab, wie die taz berichtet. Ihr Anwalt ging in Berufung.

Der 50-Jährigen Kassiererin Barbara E. (von Freunden „Emmely“ genannt) wurde zur Last gelegt, sie habe zwei Leergutbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen. Zum Rest des Beitrags »

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Kommentar zu politischem Konsum als „linke“ gesellschaftliche Ordnungsvorstellung

Was „Linke“ jetzt erkennen und einige „Liberale“ längst herbeigesehnt haben, scheint sich allmählich, aber mit einiger Gewissheit durchzusetzen: der Nationalstaat wird bedeutungsloser, das Schicksal der Bürger, seiner einstigen Zöglinge, kann nicht mehr von Vater Staat in die „richtigen“ Bahnen gelenkt werden. Der Markt dagegen avanciert mit einer eben solchen Gewissheit zum einzigen Regulativ der Gesellschaft, emanzipiert die Bürger vom Staat.

Aus der „linken“ Ecke kommen schon die ängstlichen Rufe: „Wer sichert nun Menschenrechte, sorgt sich um Umwelt und Gesundheit, wer behält das rechte Augenmaß, wer kümmert sich um gewinngierige Klassenfeinde?“  Auch einige „Liberale“ wollen den Staat, der sich um den Markt kümmert, wollen die Auswüchse eines „rücksichtslosen Gewinnstrebens“ nicht verantworten müssen.

Was sich als Ergebnis des Konsums spontan entwickelte, wird jetzt sichtbar. Und das ist gut so.

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Datenschutz-Skandal in Deutschland Oder: Ab wann ist man ein politischer Konsument?

Quelle: www.pixelio.de
Quelle: www.pixelio.de

Deutschland erlebt gerade den vermutlich größten Datenschutz-Skandal der Nachkriegsgeschichte. Schon rufen viele nach mehr und härteren Gesetzen, um dem Treiben ein Ende zu machen. Manche nehmen auch den Verbraucher in die Verantwortung. Ein Fall für politische Konsumenten also? Aber welche sind gemeint?

Losgetreten hat ihn ein Call-Center-Mitarbeiter aus Schleswig-Holstein. Detlef Tiegel hat der regionalen Verbraucherzentrale eine CD mit 17.000 Namen von Bürgern sowie ihre Bankverbindungen zugeschickt. Damit konnte das Unternehmen Zum Rest des Beitrags »

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Grazil werden mit Aldi heißt irgendetwas zwischen 0,1 und 1 Prozent Fett

Wer auf die schlanke Linie achtet, der greift gerne mal zu nicht so fetthaltigen Joghurt-Drinks. Zum Beispiel zu “Grazil” bei Aldi. Grazil, hergestellt von der T.M.A. Gmbh, gehört zur Müller-Group – Sie wissen schon: “die” Müller-Milch…

Nur 0,1 Prozent Fettanteil wird groß und grazil auf der Verpackung versprochen. Das sieht dann so aus: Zum Rest des Beitrags »

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Lesetipp: “Consumers in the Public Sphere”

Geht ein Zunehmen des Konsums tatsächlich mit dem Abnehmen politischen Engagements einher? Unter anderem dieser Fragestellung widmete sich die Konferenz “Consumers in the Public Sphere – Conceptualising the Political Public in a Consumer Society” im Mai 2008. Die Tagung am Deutschen Historischen Institut London soll demnächst veröffentlicht werden; wichtige Befunde können bereits jetzt dem Bericht von Kerstin Brückweh und Carl Philipp Schuck entnommen werden. Zum Rest des Beitrags »

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Lesetipp: “Consumers in the Public Sphere”

Geht ein Zunehmen des Konsums tatsächlich mit dem Abnehmen politischen Engagements einher? Unter anderem dieser Fragestellung widmete sich die Konferenz “Consumers in the Public Sphere – Conceptualising the Political Public in a Consumer Society” im Mai 2008. Die Tagung am Deutschen Historischen Institut London soll demnächst veröffentlicht werden; wichtige Befunde können bereits jetzt dem Bericht von Kerstin Brückweh und Carl Philipp Schuck entnommen werden. Zum Rest des Beitrags »

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