Wann setzt die Selbstheilungskraft der Biobranche ein?
Verfasst von Dorian Cantzen unter Kritik Biobranche am 22. Juni 2011
Lesenswerter Beitrag auf dem konsumpf blog. Thema: Aubeutung in der Bio-Branche und Kritik an den Gutfühl-LOHAS.
Einige Hinweise zu weiteren interessanten Berichten möchte ich hier übernehmen:
- Die gar nicht heile Bio-Welt (über Landarbeiter und Arbeitsbedingungen in Südspanien)
RBB Abenschau: Auch hier Kritik an der Bio Company
Verfasst von Dorian Cantzen unter Allgemein am 1. Juni 2011
Bei der Bio Company tut sich was! Als am 29. Mai 2011 nun auch der RBB über die schlechten Arbeitsbedingungen und Löhne berichtete, ließ das Unternehmen verlauten, dass der Lohn für Aushilfen nun um 50 Cent erhöht werde. Das Unternehmen teilte mit, dass die Anpassung der Löhne nach oben weiter gehen soll.
Etwas widersprüchlich sind die Angaben der Bio Company schon. Im März 2011 erkundigte ich mich in der Personalabteilung wieviel ich als Aushilfe in den Filialen verdienen würde: Antwort 6,50 Euro. Nun ist im Beitrag von 7,50 Euro die Rede. Das ist ein Fortschritt. Und wenn jetzt noch 50 Cent drauf kommen, sind das 8 Euro! Ob das passiert ist unklar.
Ein ausgelernter Einzelhandelskaufmann verdient aktuell 8,67 Euro pro Stunde in der Bio Company- also immer noch deutlich unter dem Tariflohn von 10,70 pro Stunde! Wir bleiben gespannt, ob dort ebenfalls eine Anpassung vorgenommen wird.
Wie aus internen Kreisen zu vernehmen ist, soll es Gespräche zur Gründung eines Betriebsrates geben. Allerdings gab es schon vorher viele gescheiterte Versuche. Hier kommt es auch auf neugierige Kunden an! Fragen Sie doch mal, wann es nun einen Betriebsrat geben wird und ob das nächste Weihnachtsgeld auch an ALLE Arbeitnehmer ausgezahlt wird.
Biofood mit Dumpinglöhnen
Verfasst von Dorian Cantzen unter Aus dem Alltag gegriffen, Wirtschaft am 16. Mai 2011
Ein interessanter Beitrag im aktuellen lokalen Berliner Magazin Berglink. Die Bio Supermarktkette Bio Company zahlt 6,50 Euro Stundenlohn an Aushilfen. Im Vergleich: Schlecker und Lidl zahlen mindestens zehn Euro (Spionage von Mitarbeitern nicht ausgeschlossen)! Auch ausgelernte Arbeitnehmer verdienen im Schnitt weniger.
Insgesamt gilt: Die Mitarbeiter in Bio-Supermärkten verdienen weniger als im konventionellen Einzelhandel, obwohl die Margen in der Biobranche höher sind. Aber Unternehmen wie die Bio Company müssen anscheinend stetig expandieren…die Kosten zahlen die Mitarbeiter!
In welchem Bio Supermarkt kann man noch einkaufen? Hinweise im Beitrag (Download: BERGLINK_02-11_s4-8_Dumpingfood).
Konsumenten stehen jetzt auf Öko-Strom
Verfasst von Dorian Cantzen unter Aus dem Alltag gegriffen am 21. März 2011
Der Super-Gau in Japan mobilisiert die Konsumenten. Der ein oder andere Hypochonder bekommt keine rezeptfreien Jodtabletten mehr, weil Berliner Apotheker die Tabletten nur noch auf Rezept herausgeben und den „konventionellen“ Stromversorgern rennen die Kunden weg.
Wenn der Deutsche Michel um sein Leben fürchten muss, bewegt sich Einiges. Dioxin in Eiern sorgte im Januar 2011 für ein Absatzplus von ca. 50 Prozent zum Vorjahr. Im Februar gab es einen Anstieg von nur noch etwa 25 Prozent zum Vorjahr (laut Agrarmakt Informationsgesellschaft). Wie hoch das Niveau dauerhaft sein wird, ist unklar – vor allem weil sich der Fokus der Öffentlichkeit momentan auf die atomare Katastrophe in Japan richtet und das Thema Dioxin nun „gegessen“ zu sein scheint.
Seit den Meldungen über die Probleme der japanischen Atomkraftwerke haben sich die Vertragsabschlüsse bei dem Energieunternehmen Naturstrom etwa verzehnfacht. Das berichtet Tim Loppe, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Das sind derzeit etwa 1200 Neuverträge pro Tag. In der letzten Woche hatten wir sogar Spitzen von 1600 Verträgen pro Tag. Im Vergleich: Anfang März hatten wir etwa 130 pro Tag.“ Auch der Energieunternehmen Lichtblick verzeichnet Kundenzugewinne. Vor der Katastrophe waren es ca. 300 Vertragsabschlüsse pro Tag, nun seien es 800, so Ralph Kampwirth, Leiter der Unternehmenskooperation von Lichtblick. Auch Greenpeace Energy profitiert vom neuen Bewusstsein. Hier seien es immerhin etwa insgesamt 1000 Verträge seit der letzten Woche gewesen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.
Das was den Bio-Eiern blüht, wird beim Strom aufgrund der Vertragsbindung zum Glück schwerer fallen: Das Zurückverfallen in alte Gewohnheiten. Der Griff zum konventionellen Ei im Supermarkt ist dann doch leichter als einen Stromvertrag zu wechseln.
Die nächste Katastrophe kommt bestimmt. Warum sich nicht schon „präventiv“ Gedanken machen und den Konsum neu ausrichten?
Neue Umfrage zu politischem Konsum
Verfasst von Dorian Cantzen unter Wissenschaftliches am 23. Januar 2011
Ran an den Speck! Leere Kassen und Sündensteuern
Verfasst von Thomas Hajduk unter Allgemein, Politik am 1. Juli 2010
Finanzkrise. Wirtschaftskrise. Milliardenkonjunkturprogramme. Und nun, nach der „Großen Rezession“ – das große Knausern. Aus „Wer hat noch nicht, wer will noch mal?“ wird „Wem kann noch gekürzt werden, wem kann noch einmal genommen werden?“Und plötzlich sind sie wieder da, jene gut gemeinten „Sündensteuern“, die uns doch bloß vor dem Schlimmsten bewahren sollen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Zum Rest des Beitrags »
Vortrag in Osnabrück: “(R)evolution mit dem Einkaufswagen”
Verfasst von Dorian Cantzen unter Allgemein am 20. Juni 2010
Am 30.6. um 20h halten wir (Dorian Cantzen und Thomas Hajduk) an der Universität Osnabrück einen Vortrag darüber, was Konsum bewegen kann und warum gerade heute die Macht der Nachfrage wichtiger ist als je zuvor. Dabei wollen wir mögliche Antworten skizzieren auf Fragen wie: Sind Konzepte des nachhaltigen, politischen oder ethischen Konsums revolutionär oder bloß der Versuch einer Fortführung der Politik mit marktkonformen Mitteln? Kann Konsum gar eine neue Ordnungsform darstellen?
Vielleicht diskutieren Sie mit? Wir würden uns freuen!
mehr Infos auf http://www.asta.uos.de/termin-leser/events/revolution-mit-dem-einkaufswagen.html
Asoziale IT-Ökos
Verfasst von Thomas Hajduk unter Allgemein, Aus dem Alltag gegriffen, Konsumentensouveränität, Produktleben am 6. Juni 2010
Die Todesfälle in einer chinesischen IT-Fabrik zeigen, wie einseitig nachhaltiger Konsum ist – und wie sehr es auf Vebraucher ankommt, die mehr als “grün” wollen. Zum Rest des Beitrags »
Öko versus Fair-Trade: In der Krise ist Fair-Trade angesagt!
Verfasst von Dorian Cantzen unter Wirtschaft, Wissenschaftliches am 21. Mai 2010
Erstaunlich! In der Krise kaufen politische Konsumenten weiterhin fair gehandelte Lebensmittel, verzichten aber auf Bio! Wer ist schuld am Bioabsturz? Zum Rest des Beitrags »


